Batterie-Lexikon / Glossar A

 

A200 Exide Sonnenschein

Die Exide Sonnenschein A200 ist eine kompakte Baureihe wartungsarmer Gel‑Batterien mit dryfit‑Technologie, die speziell für kleine, universelle Anwendungen entwickelt wurde. Sie zeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit, geringe Selbstentladung und robuste Bauweise aus. Die Serie wurde von Exide eingestellt, ist jedoch weiterhin in vielen Bestandsanlagen im Einsatz.

Typische Merkmale sind Kapazitäten von 1–6,5 Ah, verschiedene Spannungen von 4V bis 12V, eine Lebensdauer von rund 5 Jahren und etwa 400 Zyklen nach IEC‑Norm. Die A200‑Modelle gelten als tiefentladesicher und bestehen aus widerstandsfähigem ABS‑Gehäusematerial. Sie wurden häufig in Kleingeräten, Sicherheitstechnik und Notstromanwendungen eingesetzt.

 

A400 Exide Sonnenschein 

Die Exide Sonnenschein A400 ist eine hochwertige Reihe ventilregulierter VRLA‑Gel‑Batterien mit dryfit®‑Technologie. Sie wurde für stationäre Anwendungen entwickelt, die hohe Zuverlässigkeit, lange Lebensdauer und stabile Leistung erfordern. Mit Kapazitäten von 5,5–180 Ah, Spannungen von 6V und 12V und einer Design‑Life von bis zu 12–15 Jahren zählt die A400 zu den langlebigsten Gel‑Systemen ihrer Klasse.

Die Serie bietet rund 600 Ladezyklen, robuste ABS‑ oder Polypropylen‑Gehäuse und vielfältige Anschlussvarianten. Typische Einsatzbereiche sind USV‑Systeme, Telekommunikation, Sicherheitsbeleuchtung, Bahntechnik, Gefahrenmeldetechnik sowie Solar‑ und Photovoltaikanlagen.

 

A500 Exide Sonnenschein

Die Exide Sonnenschein A500 ist eine vielseitige Baureihe wartungsfreier VRLA‑Gel‑Batterien mit dryfit®‑Technologie. Sie wird seit Jahrzehnten weltweit eingesetzt und ist für ihre Zuverlässigkeit und robuste Bauweise bekannt. Die Serie deckt Kapazitäten von 1,2–200 Ah ab und ist heute überwiegend in 12V‑Varianten erhältlich.

Mit einer Lebensdauer von 6–9 Jahren (EUROBAT „General Purpose“), sehr guten Lade‑/Entladeeigenschaften und optionalen VdS‑ und UL‑Zulassungen eignet sich die A500 für zahlreiche Anwendungen. Sie ist tiefentladesicher, gasungsarm, vollständig recyclebar und widerstandsfähig gegenüber mechanischen und thermischen Belastungen.

 

A600 OPzV Exide Sonnenschein

Die Exide Sonnenschein A600 OPzV ist eine Premium‑Baureihe wartungsfreier Gel‑Batterien mit Röhrchenplatten‑Technologie (OPzV). Sie wurde für anspruchsvolle stationäre Anwendungen entwickelt und bietet außergewöhnlich hohe Lebensdauerwerte: bis zu 15 Jahre bei 6V/12V‑Blöcken und bis zu 20 Jahre bei 2V‑Zellen.

Mit Kapazitäten von 100–3300 Ah, gasungsarmer Bauweise und optional flammhemmenden Gehäusen (UL 94‑V0) zählt die A600 zu den langlebigsten und sichersten Energiespeichern ihrer Klasse. Typische Einsatzbereiche sind Telekommunikation, Sicherheitsbeleuchtung, Gefahrenmeldetechnik, Bahntechnik, Stromverteilung und USV‑Systeme.

 

A700 Exide Sonnenschein

Die Exide Sonnenschein A700 war eine leistungsstarke Baureihe wartungsfreier VRLA‑Gel‑Batterien, die für Anwendungen mit hohem Strombedarf und maximaler Zuverlässigkeit entwickelt wurde. Die Serie wurde eingestellt, ist jedoch in vielen Bestandsanlagen weiterhin im Einsatz.

Mit Kapazitäten von 21–280 Ah, Spannungen von 4V und 6V, einer Lebensdauer von ≥12 Jahren (EUROBAT „Very Long Life“) und dicken Gitterplatten aus Blei‑Calcium‑Legierung bot die A700 hohe Korrosionsbeständigkeit und starke Leistungsreserven. Die gasungsarme Konstruktion machte sie ideal für Innenräume und sicherheitskritische Anwendungen.

 

ABS‑Gehäuse

ABS‑Gehäuse bestehen aus Acrylnitril‑Butadien‑Styrol, einem schlagfesten und chemikalienbeständigen Thermoplast, der sich ideal für robuste technische Anwendungen eignet. Das Material kombiniert hohe Festigkeit, Elastizität und Formstabilität und wird häufig für Batteriegehäuse, Elektronikkomponenten und industrielle Geräte eingesetzt. Durch seine gute elektrische Isolation und optionale flammhemmende Ausführung bietet ABS ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Typische Eigenschaften sind eine hohe Schlagfestigkeit, Resistenz gegenüber Ölen, Fetten und verdünnten Säuren sowie ein breiter Temperaturbereich von etwa –20 °C bis +60 °C. ABS‑Gehäuse sind leicht, präzise formbar und ermöglichen eine einfache Montage, was sie zu einer bevorzugten Wahl für AGM‑ und Gelbatterien, Steuergeräte, Sensorgehäuse und technische Installationen macht.

 

AC (Wechselstrom)

AC steht für Alternating Current und bezeichnet elektrischen Wechselstrom, bei dem die Stromrichtung in regelmäßigen Intervallen umkehrt. Spannung und Strom folgen dabei einer sinusförmigen Welle. Die Frequenz wird in Hertz angegeben und beträgt in Europa typischerweise 50 Hz, was bedeutet, dass der Strom 50‑mal pro Sekunde seine Richtung ändert.

Wechselstrom ist die weltweit dominierende Stromform für Energieverteilung, da er sich effizient transformieren und über große Distanzen transportieren lässt. AC wird in Haushalten, Industrieanlagen, Beleuchtungssystemen und vielen elektrischen Geräten eingesetzt, während Gleichstrom (DC) vor allem in Batterien, Akkus und elektronischen Komponenten vorkommt.

 

AGM

AGM bezeichnet Absorbent Glass Mat, eine VRLA‑Bleiakku‑Technologie, bei der der Elektrolyt in einem Glasfaservlies gebunden ist. Diese Bauweise verhindert das Auslaufen des Elektrolyten, ermöglicht eine gasungsarme Rekombination und macht AGM‑Batterien vollständig wartungsfrei. Sie unterscheiden sich von Gel‑Batterien (Elektrolyt in Gel) und klassischen Nassbatterien (flüssiger Elektrolyt).

AGM‑Akkus bieten hohe Entladeströme, geringe Selbstentladung und gute Leistungsstabilität, was sie ideal für USV‑Systeme, Sicherheitstechnik, Notstromversorgung und zyklische Anwendungen macht. Das Glasvlies trennt die Platten sicher, sorgt für mechanische Stabilität und erhöht die Lebensdauer des Akkus.

 

Akku / Akkumulator

Ein Akkumulator, kurz Akku, ist ein wiederaufladbarer elektrochemischer Energiespeicher. Er nimmt elektrische Energie auf, wandelt sie in chemische Energie um und gibt sie bei Bedarf wieder als elektrische Energie ab. Dieser Lade‑ und Entladeprozess kann viele hundert bis tausende Male wiederholt werden, abhängig von Technologie, Aufbau und Einsatzgebiet.

Akkus werden in zahlreichen Anwendungen eingesetzt – von mobilen Geräten über Energiespeicher bis hin zu industriellen Systemen. Wichtige Leistungsparameter sind Kapazität (Ah), Energieinhalt (Wh), Entladeschlussspannung, Temperaturverhalten und Zyklenfestigkeit. Je nach Auslegung eignen sich Akkus für Standby‑Betrieb, zyklische Nutzung oder Hochstromanwendungen.

 

Aktuell häufig verwendete Akku-Typen:
Typ Spannung/Zelle Elektrolyt Besonderheiten
Bleiakkumulator ca. 2 V 20-40 %ige verdünnte Schwefelsäure
(H₂SO₄)
robust, günstig,
schwer
Nickel-Metallhydrid (NiMH) ca. 1.2 V 20 %ige Kaliumhydroxid-Lösung
(KOH) / Kalilauge
kein Memory-Effekt,
gute Energiedichte
Nickel-Cadmium (NiCd) ca. 1,2V 20 %ige Kaliumhydroxid-Lösung
(KOH) / Kalilauge
nur noch in Industrieanwendungen,
gute Energiedichte
Lithium-Ionen (Li-Ion) ca. 3.6–3.7 V Flüssige Elektrolyte,
Gel-Elektrolyte,
Festkörper-Elektrolyte
hohe Energiedichte,
leicht, empfindlich

 

Akkupack

Ein Akkupack ist eine Einheit aus mehreren elektrisch verbundenen Einzelzellen, die gemeinsam eine höhere Spannung, Kapazität oder Leistungsabgabe ermöglichen. Akkupacks werden häufig aus NiCd‑, NiMH‑ oder Lithium‑Ionen‑Zellen konfektioniert und sind in zahlreichen technischen Anwendungen unverzichtbar. Durch die Kombination mehrerer Zellen lassen sich Energieinhalt und Leistungsfähigkeit exakt an den jeweiligen Einsatzzweck anpassen.

NiCd‑Akkupacks gelten als besonders robust und widerstandsfähig gegenüber extremen Temperaturen, hohen Strömen und häufigen Ladezyklen. Sie besitzen eine Zellenspannung von etwa 1,2 V, können seriell oder parallel verschaltet werden und sind in Schrumpfschlauch‑, Kunststoff‑ oder Metallgehäusen erhältlich. Typische Einsatzbereiche sind Elektrowerkzeuge, Notbeleuchtung, Einzelbatterieleuchten, Medizintechnik und Bahntechnik
 

 

Variantenübersicht von NiCd-Akkupacks:
Konfiguration Zelltyp Spannung
(typisch)
Kapazität
(typisch)
Anwendung
1s1p 1× AA 1.2 V 0.8–1.2 Ah Kleingeräte, Sensoren
2s1p 2× AA 2.4 V 0.8–1.2 Ah Zahnbürsten, Fernbedienungen
3s1p 3× AA 3.6 V 0.8–1.2 Ah Spielzeuge, Funkgeräte
4s1p 4× AA 4.8 V 0.8–1.2 Ah LED-Leuchten, Modellbau
5s1p 5× AA 6.0 V 0.8–1.2 Ah Steuerungen, Werkzeuge
6s1p 6× AA 7.2 V 0.8–1.2 Ah RC-Modelle, Akkuschrauber
10s1p 10× AA 12.0 V 0.8–1.2 Ah Notbeleuchtung, Medizintechnik
10s2p 20× AA 12.0 V 1.6–2.4 Ah Elektrowerkzeuge, Solarspeicher
6s1p (D-Zellen) 6× D 7.2 V 4.0–5.0 Ah Notstromsysteme, Industrieanlagen
10s1p (Sub-C) 10× Sub-C 12.0 V 1.8–2.5 Ah Akkuschrauber, RC-Fahrzeuge
Hinweis:
Die tatsächliche Spannung hängt vom Ladezustand ab. Die Konfiguration wird als „s“ für Serie und „p“ für Parallel angegeben.
In der Notbeleuchtung / Sicherheitsbeleuchtung, verbaut in Einzelabtterieleuchten, finden sich unterschiedliche NiCd-Akkupacks.

Ein NiMH-Akkupack ist eine Kombination mehrerer Nickel-Metallhydrid-Zellen, die elektrisch miteinander verbunden sind, um eine höhere Spannung, Kapazität oder Leistung zu erzielen. Diese Packs sind besonders beliebt für Anwendungen, bei denen Zuverlässigkeit, Umweltfreundlichkeit und robuste Ladeeigenschaften gefragt sind.
 
Eigenschaften von NiMH-Akkupacks:
  • Zellenart: NiMH-Rundzellen (z. B. AA, AAA, Sub-C)
  • Spannung pro Zelle: ca. 1,2 V
  • Schaltung: Seriell (Spannung ↑), Parallel (Kapazität ↑), oder kombiniert
  • Gehäuse: Schrumpfschlauch, Kunststoff oder Metall
  • Ladeverhalten: Kein Memory-Effekt, aber empfindlich gegenüber Überladung
  • Typische Anwendungen: Elektrowerkzeuge, Modellbau, Medizintechnik, Notbeleuchtung / Einzelbatterieleuchten
 
Variantenübersicht von NiMH-Akkupacks:
Konfiguration Zelltyp Spannung
(typisch)
Kapazität
(typisch)
Anwendung
1s1p 1× AA 1.2 V 2.0–2.7 Ah Kleingeräte, Fernbedienungen
2s1p 2× AA 2.4 V 2.0–2.7 Ah Zahnbürsten, Sensoren
3s1p 3× AA 3.6 V 2.0–2.7 Ah Spielzeuge, Funkgeräte
4s1p 4× AA 4.8 V 2.0–2.7 Ah LED-Leuchten, Modellbau
5s1p 5× AA 6.0 V 2.0–2.7 Ah Werkzeuge, Steuerungen
6s1p 6× AA 7.2 V 2.0–2.7 Ah RC-Modelle, Akkuschrauber
10s1p 10× AA 12.0 V 2.0–2.7 Ah Notbeleuchtung, Medizintechnik
10s2p 20× AA 12.0 V 4.0–5.4 Ah Elektrowerkzeuge, Solarspeicher
Hinweis:
Die tatsächliche Spannung hängt vom Ladezustand ab. Die Konfiguration wird als „s“ für Serie und „p“ für Parallel angegeben.
In der Notbeleuchtung / Sicherheitsbeleuchtung, verbaut in Einzelabtterieleuchten, finden sich unterschiedliche NiMH-Akkupacks. 

Ein Lithium-Ionen-Akkupack ist eine Zusammenstellung mehrerer einzelner Akkuzellen, die elektrisch miteinander verbunden und meist in einem Gehäuse oder Schrumpfschlauch verpackt sind. Ziel ist es, eine höhere Spannung, Kapazität oder Leistungsfähigkeit zu erreichen, als es mit einer einzelnen Zelle möglich wäre.
 
Aufbau und Eigenschaften:
  • Zellenanordnung: In Reihe (Serienschaltung) zur Spannungssteigerung oder parallel zur Kapazitätssteigerung – oft auch kombiniert (z. B. 3s2p).
  • Gehäuse: Schrumpfschlauch, Kunststoffgehäuse oder Metallbox – je nach Anwendung.
  • Elektronik: Häufig mit integriertem BMS (Battery Management System) zur Überwachung von Spannung, Temperatur und Ladezustand.
  • Anschlüsse: Steckverbinder, Lötfahnen oder Schraubanschlüsse.
Variantenübersicht von Akkupacks:
Variante Zelltyp Spannung
(typisch)
Kapazität
(typisch)
Anwendung
1s1p 1 Zelle 3.7 V 2–5 Ah Kleingeräte, Wearables
2s1p 2 in Reihe 7.4 V 2–5 Ah Funkgeräte, Modellbau
3s1p 3 in Reihe 11.1 V 2–5 Ah Drohnen, Laptops
3s2p 3×2 Zellen 11.1 V 4–10 Ah E-Bikes, Werkzeuge
4s1p 4 in Reihe 14.8 V 2–5 Ah RC-Modelle, Akkuschrauber
6s1p 6 in Reihe 22.2 V 2–5 Ah Hochleistungsdrohnen, Pedelecs
10s4p 40 Zellen 36 V 10–20 Ah E-Scooter, E-Bikes
13s5p 65 Zellen 48 V 15–25 Ah Elektrofahrzeuge, Solarspeicher
Hinweis:
Die tatsächliche Spannung hängt vom Zelltyp ab (z. B. Li-Ion: 3.6–3.7 V/Zelle, LiFePO₄: 3.2 V/Zelle). Die Konfiguration wird oft als „s“ für Serie und „p“ für Parallel angegeben.
In der Notbeleuchtung / Sicherheitsbeleuchtung, verbaut in Einzelabtterieleuchten, finden sich unterschiedliche Lithium-Akkupacks. 

 
 

Alkaline

Alkaline‑Batterien, auch Alkali‑Mangan‑Batterien genannt, sind weit verbreitete Primärbatterien und zählen zu den meistgenutzten Energiequellen für Alltagsgeräte. Sie arbeiten mit einem alkalischen Elektrolyten auf Basis von Kaliumhydroxid (KOH) und wandeln chemische Energie zuverlässig in elektrische Energie um. Die Anode besteht aus Zinkpulver, die Kathode aus Mangandioxid, getrennt durch einen ionendurchlässigen Separator.

Alkaline‑Batterien bieten eine hohe Energiedichte, geringe Selbstentladung und gute Leistung bei niedrigen bis mittleren Strömen. Sie sind kostengünstig, auslaufsicher konstruiert und eignen sich ideal für Fernbedienungen, Uhren, Taschenlampen, Spielzeug und viele weitere Geräte. Da sie nicht wiederaufladbar sind, müssen sie nach Gebrauch fachgerecht entsorgt werden, um Umweltbelastungen zu vermeiden.

 

Alterungsreserve / Alterungszuschlag

Die Alterungsreserve, auch Alterungszuschlag genannt, beschreibt den zusätzlichen Kapazitätspuffer, der bei der Auslegung von Bleibatterien berücksichtigt wird. Da die nutzbare Kapazität einer Batterie im Laufe der Zeit durch chemische und physikalische Alterungsprozesse sinkt, stellt die Alterungsreserve sicher, dass die Batterie über ihre gesamte geplante Lebensdauer hinweg die erforderliche Mindestkapazität zuverlässig bereitstellt.

Die Höhe des Zuschlags hängt von Anwendung, Temperatur, erwarteter Lebensdauer und Entladetiefe ab. In sicherheitsrelevanten Bereichen – etwa nach DIN EN 50171 für Sicherheitsbeleuchtungsanlagen – wird häufig eine Alterungsreserve von 25 % gefordert. Gründe für die Kapazitätsabnahme sind unter anderem Sulfatierung, Korrosion der Gitterplatten, Wasserverlust sowie Abfall aktiver Masse. Eine korrekt dimensionierte Alterungsreserve gewährleistet langfristige Betriebssicherheit und normgerechte Auslegung von Batterieanlagen.

 

 

Ampere (A)

Ampere ist die Basiseinheit der elektrischen Stromstärke und beschreibt, wie viel elektrische Ladung pro Sekunde durch einen Leiter fließt. Ein Ampere entspricht einem Coulomb pro Sekunde und gibt damit an, wie stark ein elektrischer Strom ist. Die Einheit ist nach André‑Marie Ampère benannt und spielt eine zentrale Rolle bei der Auslegung von Leitungen, Sicherungen, Ladegeräten und Batteriesystemen. In der Batterietechnik bestimmt die Stromstärke unter anderem Ladegeschwindigkeit, Entladerate und thermische Belastung.

 

Amperestunden (Ah)

Amperestunden sind eine Maßeinheit für die elektrische Ladung und werden vor allem zur Angabe der Kapazität von Batterien und Akkus verwendet. Sie geben an, wie viel Strom ein Energiespeicher über einen bestimmten Zeitraum liefern kann. Ein Akku mit 1 Ah kann beispielsweise eine Stunde lang 1 A oder zwei Stunden lang 0,5 A bereitstellen. Die Kapazität ist ein entscheidender Parameter für Reichweite, Laufzeit und Leistungsfähigkeit eines Energiespeichers. In Kombination mit der Spannung (V) ergibt sich die Energie in Wattstunden (Wh).

 

Anode

Die Anode ist die Elektrode, an der eine Oxidationsreaktion stattfindet, also Elektronen abgegeben werden. In elektrochemischen Energiespeichern wie Batterien und Akkus ist die Anode der Ausgangspunkt des Elektronenflusses. Während Elektronen von der Anode zur Kathode wandern, fließt der technische Strom in die entgegengesetzte Richtung. Die Eigenschaften der Anode beeinflussen Kapazität, Lebensdauer und Leistungsfähigkeit eines Akkus maßgeblich.

 

Aquagen‑Stopfen

Aquagen‑Stopfen sind Rekombinationsstopfen des Herstellers Hoppecke, die in Blei‑ und Nickel‑Cadmium‑Batterien mit flüssigem Elektrolyt eingesetzt werden. Sie ermöglichen eine Rückführung von Wasser, das bei der Gasung während des Ladevorgangs entsteht. Ein integrierter Edelmetallkatalysator rekombiniert Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasserdampf, der kondensiert und in die Batterie zurückfließt. Dadurch wird der Wasserverlust deutlich reduziert.

Aquagen‑Stopfen verlängern die Wartungsintervalle, senken Betriebskosten, erhöhen die Sicherheit durch Flammschutz und verringern den Lüftungsbedarf im Batterieraum. Sie werden unter anderem in FNC‑, OGi‑ und OPzS‑Systemen eingesetzt. Exide bietet ein vergleichbares System mit Keramiktrichterstopfen an.

 

Ausgleichsladung

Eine Ausgleichsladung ist ein spezieller Ladeprozess für Blei‑Säure‑Batterien, der Spannungsunterschiede zwischen einzelnen Zellen ausgleicht. Durch Fertigungstoleranzen, Temperaturunterschiede, unterschiedliche Selbstentladung oder ungleichmäßige Belastung entwickeln sich im Laufe der Zeit Zellabweichungen, die die Gesamtleistung der Batterie reduzieren können.

Bei der Ausgleichsladung wird die Batterie mit leicht erhöhter Spannung oder über einen längeren Zeitraum geladen, um alle Zellen auf ein einheitliches Niveau zu bringen. Dies verhindert Tiefentladung einzelner Zellen, stabilisiert die Kapazität und verlängert die Lebensdauer des Systems. Ausgleichsladungen sind besonders wichtig in Batterieanlagen, USV‑Systemen und größeren Akkupacks. Relevante Begriffe in diesem Zusammenhang sind BACS und BMS.